So liebe ich Nora Roberts.

Die letzte Zeugin: Roman - Nora Roberts
Inhalt:  
Abigail Lowery hat sich in einer abgeschiedenen Kleinstadt im Süden der USA ihr eigenes "Hochsicherheitsgefängnis" gebaut. Darin versteckt sie sich vor der Welt, vor ihrer Vergangenheit und ihrer Zukunft. Doch der Polizeichef des kleinen verschlafenen Ortes lässt sich auch durch modernste Sicherheitsmaßnahmen nicht davon abhalten, sie aus ihrem Schneckenhaus zu befreien. Doch dann lernt sie den Unterschied zwischen Überleben und Leben und sie muss erkennen, das man seiner Vergangenheit nicht auf Dauer entfliehen kann.
 
Meine Meinung:
Nach "Im Schatten der Wälder" habe ich schon befürchtet, das Nora Roberts nicht mehr an ihre Erfolge anknüpfen kann. Das einfach die Luft raus ist. Doch dieses Buch hat alle meine Befürchtungen vom Tisch gefegt. 
Die Geschichte beginnt schon spannend und  kann die spannungsgeladene Stimmung bis zum Ende halten. Die Charaktere sind endlich wieder etwas vielschichtiger und spannend - starke Charaktere die sich auch Schwächen erlauben dürfen.

Abigail/Elizabeth ist ein "Kind" das nach dem Leben dürstet. Nach allem was andere in ihrer Jugend erleben dürfen. Doch ihr einziger Versuch kurz vor ihrem 17. Geburtstag gegen ihre Mutter zu rebellieren, endet in einer Katastrophe. Von da an muss noch unsichtbaren werden, als bisher. Doch  Brooks zeigt ihr die Welt, die sie immer wollt, doch nie haben konnte. Nun ist sie in Reichweite, aber nur wenn sie sich ihrer Vergangenheit stellt und diese auch überlebt.

Brooks wiederum ist in einer sehr liebevollen Umgebung aufgewachsen. Doch irgendwas fehlt in seinem Leben und das kann ihm auch seine Highschool-Liebschaft nicht geben. Als er die sehr zurück haltende Fremde kennen lernt, erkennt was er so lange vermisst hat. Doch so einfach ist Abigail nicht zu überzeugen und auch sein Job als Polizeichef einer Kleinstadt, ist nicht immer so ruhig und einfach wie gehofft.

Hier gibt es keine heile Welt. Die Welt ist nicht nur Schwarz und Weiß, sie hat Schattierungen, die sie zu einem Labyrinth werden lassen. Die russische Mafia, korrupte Polizisten ,das Hacker, Drogensüchtige und reiche Menschen, die sich über dem Gesetz sehen, sind nicht die typischen Zutaten eine romantischen Geschichte. Und doch kommen all diese Personen hier zusammen und zeigen das auch aus viel Negativität etwas Positives entwachsen kann, gepaart mit Gefühl und gewürzt mit Humor. Sicher nicht unbedingt die Realität, aber sehr gut fürs Herz. Die Geschichte wiederum ist wirklich spannend, wenn auch nicht sehr überraschend. Bei den Nebenarstellern habe ich jedoch nicht viel Variationen erlebt. Diese waren entweder total lieb oder totale Ekel. Da ist definitiv noch Luft nach oben.


Mein abschließendes Fazit ist:   Endlich wieder ein NR der dem Namen alle Ehre macht. So kennen und so lieben wir Nora Roberts.
 

Quelle: http://schnuffelchensbuecher.blogspot.de/2013/04/nora-roberts-die-letzte-zeugin.html