Buchmesse 2014 Teil 1 von 3

 



Oh Gott, ich habe mir doch tatsächlich vor genommen einen Post zum Thema Buchmesse zu verfassen. Damals konnte ich nur total betrunken oder vorübergehen unzurechnungsfähig gewesen sein. Beide wahrscheinlich nicht, daran könnte ich mir erinnern ....     oder ????????????????

Nein, ich war nicht betrunken, 2. kann ich nicht ganz ausschließen. Aber was soll, nur so hab ich die beiden Tage wohl überlebt.

Ich bin ja tatsächlich mit der irrsinnigen Annahme zur Messe, das 1 Tagespensum auf 2 Tage verteilt, den Stress halbieren müsste - 

1 : 2 =   ½ =  2²


dies war eine komplette Fehleinschätzung!

Am ersten Tag (Freitag) wollte ich mir etwas gönnen auf Grund der Befürchtung, das die späteren Züge stoppend voll sein könnten habe ich mir den IC gegönnt, der 2 h vor der offiziellen Öffnung der Buchmesse in Leipzig ankommt. Ich hatte zumindest in so fern Recht, als der der Zug schön leer. Allerdings ging meine Starbucks-Planung dann voll in die Hose, weil ich mich auch für Starbucks nicht gefüllt 3 h an stelle. Also bin ich zu Ludwig. Ist auch im HBf in Leipzig hat sogar einen integrierten Buchladen, aber ist nicht Starbucks.     Grrr. 

Naja, ich hab mich dann um halb 10 zur Messe aufgemacht - per S-Bahn - ich Volltrottel. 
Die Bahn als voll zu bezeichnen wäre nicht nur untertrieben. Als die Tür sie schon schließen wollte, gab es doch tatsächlich noch ein Luftloch an der Tür für maximal 1,5 Leute auf den auch 2 Mädels zusteuerten, die auch noch gefüllt 10 neue Menschen mit hinzu zuwinkten. Leute - ich schwöre, ich hab die Rippen meiner Steh-Nachbarin knacken hören. Ich wäre am liebsten wieder ausgestiegen, aber da war nicht dran zu denken. Aber irgendwie hab ich die kurze Fahrt dann doch überlebt. Dann endlich dann stand ich dort:

 

 

 

 

 
Von diesem Zeitpunkt an wurde es dann richtig anstengend, denn ich habe mich doch tatsächlich mit 6 cm Absätzen an den Stiefeletten zur Messe getraut. Ich weiß, sowas schaffen nur Weiber, aber ich liebe diese Schuhe. Naja, 3 Hallen habe ich auf diese Weise so mit Ach und Krach, viel Sitzen und Bangen überlebt. Am Freitag ging es ja zum Glück noch etwas mit dem Publikumsverkehr. 
 

 

 
Der Stand von Belitz hat mich gleich als erstes erfreut und das mit Kinderbüchern. Meine Tochter ist zwar aus diesem Alter inzwischen raus, aber als ich die ganzen Neuauflagen meiner DDR-Schätze gesehen habe, konnte ich mir gerade so eine Träne verkneifen. Ich habe zwar die meisten davon noch zu Hause, freue mich aber, das auch zukünftige Generationen auch die Chance bekommen mit den tollen Büchern von z.B. Benno Pludra aufzuwachsen. 
 
 
Arthur-Gordon Wolf mit seinem Roman 
"Katzendämmerung" (ich bin auch mit drauf, 
aber das dürft ihr gern ignorieren :)

 

Der ganze Tag verging dann wie im Flug. Ich habe mich in viele kleinere Verlagsangebote rein gelesen. Das erste Mal so richtig hängen geblieben bin ich beim Stand des Luzifer-Verlags. Laut eigener Website ist das kein Verlag für Angsthasen. Schon der erste Blick auf diese offenbart uns den Grundtenor der Publikationen - Thrill und Horror - also fast alles was das Herz schneller schlägt. Dort war sogar ein kleiner Plausch mit Inhaber Steffen Jassen und Autor Arthur-Gordon Wolf drin, dessen e-Book "Katzendämmerung" noch am selben Abend auf meinem Reader gelandet ist. Falls er zufällig über diesen Post stolpert - ja, dein ganzes Reden hat nix genützt. Ich habe mir das eBook geholt, ist einfach praktischer für unterwegs und die Illustrationen hab ich mir ja am Stand anschauen und bewundern dürfen - Ich hoffe er kann es verzeihen, aber ich wollte nur noch Handtaschen und keine Koffer mehr mit zur Arbeit schleppen :). 

 
Auch andere Verlage wie der Wölfchen Verlag oder der Aladin Verlag sind mir dabei ins Auge gefallen. Ohne Buchmessen, würden diese wahrscheinlich an mir vorbei ziehen. Daher versuche ich immer ein wenig die Augen offen zu halten.
 
Den Abschluss des Tage machte dann der Blog'n Talk bei Randomhouse. Dieser fand auf den Messestand der Verlagsgruppe statt. Was die ganze Aktion ein wenig unübersichtig gemacht hat. Allerdings nicht nur das. Aber es war total lustig und interessant. Als wir dort ankamen, haben wir nämlich erst erfahren, wenn wir an Autoren dort treffen können. So das wir uns keine großen Fragenkataloge zu Hause einfallen lassen konnten, wir uns aber auch nicht so wirklich über die Autoren und ihr Werke informieren konnten. Schon die Optik dieser wäre hilfreich gewesen, den sie trugen nur Buttons mit dem Vermerk Autor und dann kam das lustige Namen raten. Allerdings hatte man gleich einen Gesprächsanfang. Auch viel Blogger lerneten sie so das erste Mal live kennen beziehungsweise sehen sich so auch mal wieder.

 

  
Die Tintenelfe vom Tintenhain (links)
 mit Zöe Beck (mitte) und mich dürft
 ihr wieder ignorieren
 
 
Meine Wunschliste wurde im Laufe des Tages immer größer, den bei fast jedem Stand kam wieder etwas dazu. Das ist vielleicht fies. Die letzten Jahre habe ich dann die Messebuchhandlungen gestürmt, doch diesmal wollte ich stark bleiben. Und an Tag 1 bin ich es auch geblieben - keine Leseexemplare, keine Messebuchhandlung - ich war so stolz auf mich. Einzig Skoobe habe ich bemüht um mir gleich erstmal "Wolfsburg! Ein Liebesroman" von Tom Grote zu holen. Den ein Liebesroman der ausgerechnet in Wolfsburg spielt, das konnte ich mir nicht entgegen lassen. Zumal der Autor super nett und witzig war. Die Rezi dazu findet ihr demnächst hier. Und so endete ein toller Tag mit einem schönes Abschiedsbild. 
 
Abendstimmung vor dem Messegelände